Klassische Desktop-Katzen

Oneko für Mac: die Katze, die deinen Cursor jagt

Eine kleine Katze, die deinem Mauszeiger hinterherläuft und sich zu einem Nickerchen zusammenrollt, sobald sie ihn erwischt, begeistert Computernutzer schon seit den späten 1980er-Jahren. Hier erfährst du, woher sie stammt, welche Portierungen auf einem aktuellen Mac noch laufen und worauf du vor der Installation achten solltest.

Die kurze Antwort

Ein offizielles oneko für Mac gibt es nicht, aber kostenlose Open-Source-Portierungen laufen auch heute unter macOS. Die aktivste davon, crgimenes/neko, ist nach eigenen Angaben (Stand Oktober 2026) signiert und notarisiert und läuft auf Macs mit Apple Chip und Intel-Prozessor. Wenn dir ein Haustier lieber ist, das an seinem Platz bleibt und auf dein Tippen reagiert, statt dem Mauszeiger nachzujagen, ist Paw-Paw, das Desktop-Haustier, das wir entwickeln, eine kostenlose native Alternative.

Woher oneko stammt

Die Katze stammt aus Japan: Neko (猫, „Katze“) war ein kleines speicherresidentes Programm für die PC-9801-Computer von NEC. Eine auf den Bildschirm gezeichnete Katze jagte den Textcursor, tapste mit der Pfote danach und schlief ein, wenn nichts passierte. 1989 zeichnete Kenji Gotoh (後藤寿庵) sie als Schreibtischprogramm (Desk Accessory) für den klassischen Macintosh neu, mit neuen Sprites und der Option, den Mauszeiger in eine Maus, einen Vogel oder einen Fisch zu verwandeln; IBM lizenzierte diese Sprites später für OS/2.

1990 portierte Masayuki Koba die Idee als xneko auf Unix-Workstations, und im selben Jahr machte Tatsuya Kato daraus oneko: Nun durfte die Katze über den ganzen Desktop streifen, statt in ihrem eigenen Fenster zu bleiben. Die Manpage von oneko beschreibt bis heute „eine kleine, niedliche Katze“, die deinen Mauszeiger jagt und einschläft, sobald sie ihn erwischt. Laut der Copyright-Datei von Debian ist oneko gemeinfrei – deshalb gibt es so viele Portierungen.

Seitdem ist die Katze in Windows-Versionen und Browser-Erweiterungen aufgetaucht, seit 2022 auch in oneko.js, einem kleinen Skript, das sie auf Websites bringt. Sie gehört zum selben Stammbaum wie Shimeji und andere Desktop-Begleiter; alle weiteren stellt unser Überblick über Desktop-Haustiere für den Mac vor.

Oneko-Portierungen für den Mac (Stand 2026)

Alle diese Portierungen sind kostenlose Open-Source-Hobbyprojekte. Die Angaben stammen aus der README und der Release-Seite des jeweiligen Projekts, geprüft am 7. Oktober 2026.

PortierungBeschreibungMac-UnterstützungNeueste Version
crgimenes/neko Eine Neuentwicklung in Go mit den Original-Sprites und -Sounds; läuft auch unter Windows und Linux. BSD-2-Lizenz. Universal-Download für Apple Chip und Intel; laut README signiert und notarisiert. v0.1.46, September 2026
oneko-swift Eine native Menüleisten-App mit vielen Sprite-Sets und einer Raycast-Erweiterung. MIT-Lizenz. macOS 13+, Apple Chip und Intel; laut README nicht notarisiert. v1.2.0, Juli 2026
Neco Eine kleine Menüleisten-App mit den gemeinfreien Bitmaps. CC0. Mindestversion von macOS nicht angegeben. v0.3.0, Juli 2026
neko-mac Die ältere Cocoa-Portierung; beenden lässt sie sich mit killall Neko. Unlicense. Build von 2015; keine Angabe zu Macs mit Apple Chip. v1.1, Januar 2015 (wird nicht mehr aktualisiert)

Website-Betreiber können die Katze mit oneko.js auf eine Seite holen; sie läuft dann im Browser, nicht auf deinem Mac.

Sicher installieren

  1. Lade die App direkt von der Release-Seite des Projekts herunter. Nutze den Link zu GitHub Releases in der Tabelle, keine anderswo hochgeladene Kopie.
  2. Wähle den richtigen Build. Die meisten Portierungen bieten einen Universal- oder darwin-Build an, der auf Macs mit Apple Chip und mit Intel-Prozessor läuft.
  3. Rechne bei nicht notarisierten Apps mit einer Gatekeeper-Warnung. macOS blockiert sie zunächst; unter Systemeinstellungen › Datenschutz & Sicherheit › Dennoch öffnen kannst du eine solche App zulassen. Tu das nur bei Software, der du vertraust.
  4. Greif nur dann zu Homebrew, wenn das Projekt es selbst anbietet. In den Haupt-Repositorys von Homebrew haben wir kein oneko gefunden; oneko-swift hat einen eigenen Tap: brew install --cask oneko-swift/tap/oneko.

Haustiere im App Store, die dem Cursor folgen

Eine App namens oneko haben wir im Mac App Store nicht gefunden, dafür aber zwei Katzen-Apps, die deinem Mauszeiger folgen können – beide laut ihren Einträgen (Stand 7. Oktober 2026) kostenlos herunterladbar:

  • Dockitty setzt eine Katze in dein Dock; im Walking Mode folgt sie der Maus. Erfordert macOS 14.6 oder neuer.
  • Cat Fidget: Desktop Pet hat einen Folgemodus, in dem die Katze deinen Cursor jagt. Erfordert macOS 14.0 oder neuer.

Eine ruhigere Alternative: ein Haustier, das an seinem Platz bleibt

Zum Charme von oneko gehört, dass die Katze auf dich reagiert. Paw-Paw greift diese Idee auf, setzt sie aber ruhiger um. Wir entwickeln Paw-Paw selbst – behalte das beim Lesen dieses Abschnitts im Hinterkopf.

Es reagiert auf dein Tippen, nicht auf den Mauszeiger

Dein Paw-Paw sitzt da, wo du es hinsetzt (anfangs am Dock), und seine Pfoten klopfen mit, während du tippst und klickst. Nach zwei Minuten ohne Eingabe rollt es sich zu einem Nickerchen zusammen, ganz ähnlich wie die Katze von oneko, sobald sie die Maus erwischt hat.

Es wächst mit dir

Dein Tippen füllt eine XP-Leiste, neue Level bringen Geschenke mit Items zum Tragen, und beim Spielen schaltest du Dutzende kostenlose Paw-Paws frei, vom Capybara bis zum Faultier. Ab und zu feuert dein Paw-Paw dich in einer kleinen Sprechblase an.

Ein nativer, notarisierter Download

Paw-Paw ist eine kostenlose native App für macOS 13 oder neuer auf Macs mit Apple Chip oder Intel-Prozessor. Du lädst Paw-Paw als notarisiertes DMG von unserer Website, und im Hintergrund hält es sich selbst aktuell. Es zählt Tastendrücke und Klicks, aber nie, was du tippst.

Ist eine Katze, die deinem Mauszeiger nachjagt, genau das, was du suchst, dann nimm eine oneko-Portierung. Wenn du dir einen Begleiter wünschst, der dir beim Arbeiten Gesellschaft leistet, installiere Paw-Paw und finde heraus, was dir besser gefällt – nichts spricht dagegen, beide laufen zu lassen.

Häufige Fragen

Gibt es oneko für den Mac?

Eine offizielle Mac-Version gibt es nicht, aber mehrere kostenlose Open-Source-Portierungen laufen unter aktuellem macOS. Stand Oktober 2026 ist crgimenes/neko die aktivste: Laut README ist sie signiert und notarisiert und bietet einen Universal-Build für Apple Chip und Intel. oneko-swift ist eine neuere Portierung für die Menüleiste und nicht notarisiert.

Kann ich oneko mit Homebrew installieren?

Nicht aus den Haupt-Repositorys von Homebrew: Dort haben wir im Oktober 2026 weder eine Formula noch einen Cask für oneko gefunden. Das Projekt oneko-swift bietet einen eigenen Tap an, über den du es mit brew install --cask oneko-swift/tap/oneko installierst.

Wer hat oneko entwickelt?

oneko ist die Version von xneko, dem X11-Programm von Masayuki Koba, die Tatsuya Kato 1990 schrieb; mit ihr konnte die Katze über den ganzen Desktop streifen. Beide gehen auf Neko zurück, eine Katze, die auf dem japanischen NEC PC-9801 den Cursor jagte, sowie auf ein Schreibtischprogramm für den Macintosh von Kenji Gotoh aus dem Jahr 1989. oneko ist gemeinfrei.

Ist es sicher, eine App zu öffnen, die nicht notarisiert ist?

macOS blockiert Apps, die Apple nicht notarisiert hat, bis du sie in den Systemeinstellungen unter „Datenschutz & Sicherheit“ mit „Dennoch öffnen“ zulässt. Tu das nur bei Software aus einer Quelle, der du vertraust, etwa einem Projekt, dessen Code du lesen kannst, und lade sie von der Release-Seite des Projekts selbst herunter.

Jagt Paw-Paw den Cursor wie oneko?

Nein. Paw-Paw bleibt da, wo du es hinsetzt, und reagiert auf dein Tippen und Klicken: Seine Pfoten klopfen mit, es hält ein Nickerchen, wenn du aufhörst, und mit deinen Eingaben sammelst du XP für neue Paw-Paws und Items zum Tragen. Wenn du eine Katze möchtest, die deinem Mauszeiger hinterherläuft, ist eine oneko-Portierung die bessere Wahl.

So haben wir geprüft: Wir entwickeln Paw-Paw und kennen aus erster Hand nur unsere eigene App. Die Angaben zu den anderen Projekten stammen aus ihren READMEs, Release-Seiten und App-Store-Einträgen, oben verlinkt und am 7. Oktober 2026 geprüft; getestet haben wir sie nicht. Die Geschichte stützt sich auf das Debian-Paket oneko, seine Manpage und den Wikipedia-Artikel über Neko.

Capybara-Paw-Paw mit einer Mikan-Mandarine auf dem Kopf

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